Mein erstes Mal bei der Tour der Hoffnung 2025 –(M)Ein Rückblick

Es gibt Momente im Leben, die verändern etwas in einem. Die zeigen einem, was wirklich zählt. Drei Tage im August 2025 haben genau das mit mir gemacht. Drei Tage auf dem Rad. Fast 250 Kilometer durch Hessen und eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.

Warum ich mitgefahren bin

Als Vater eines gesunden Sohnes bin ich mir meines Glücks mehr denn je bewusst. Jeden Tag, aber nicht alle Eltern haben dieses Glück. Tausende Kinder in Deutschland kämpfen gegen Krebs und ihre Familien kämpfen mit ihnen. Die Tour der Hoffnung setzt genau dort an: Sie sammelt Spenden für krebskranke Kinder und deren Familien, für Forschung, für Kliniken, für Hoffnung.

Deshalb habe ich mich entschieden mitzufahren und die Tour selbst mit 2.555 Euro als Spende zu unterstützen. Weil dieses Thema noch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Weil es unfassbar wichtig ist.
Und weil jeder, der für diese Tour spendet, einen echten Unterschied macht.

Kim Niclas Stahmer bei der Übergabe des Spendenschecks auf einer kleinen Bühne bei den SWG Gießen
Übergabe meines Spendenchecks bei der SWG Gießen – Foto: Pierre Johne

Tag 1: Gießen – die Wiege der Hoffnung

Der erste Tag führte uns mit 74,4 Kilometer rund um Gießen, dort, wo vor über 40 Jahren alles begann. Das Ziel: das Universitätsklinikum Gießen, genauer gesagt die Station „Peiper“, die Wiege der Tour der Hoffnung.

Was dort passierte, hat mich zutiefst bewegt. Eine Mutter erzählte uns die Geschichte ihres Sohnes. Mit drei Jahren erkrankte er das erste Mal an Krebs. Jahre später schien er geheilt. Doch der Krebs kam zurück. Im August 2025, ist er immer noch in Behandlung. Ihr Sohn ist ein Kämpfer. Und sie kämpft an seiner Seite.

Während sie sprach, herrschte absolute Stille. 150 Menschen in grünen Trikots und gelben Helmen, alle verstanden in diesem Moment, warum wir hier sind. Warum wir fahren. Warum wir nicht aufhören dürfen.

start swg
Offizieller Start bei den SWG Gießen – Foto: ich
auf dem rad
Auf dem Weg zur Licher Braucherei – Foto: ich

Tag 2: Frankfurt bis Butzbach

Der zweite Tag startete in Frankfurt und führte uns über Oberursel, Bad Homburg, Friedberg und Langgöns bis nach Butzbach. 83,3 Kilometer im heißen Augustwetter. Die Hitze war eine Herausforderung und ich habe mir einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen. Aber körperlich? Kein Problem. Ich konnte alle Kilometer gut fahren, ohne Schmerzen.

Was mich an diesem Tag beeindruckt hat: die enorme Organisation. Alles wird ehrenamtlich gemacht. Von der Streckenplanung über die Verpflegung bis zur Betreuung. Hunderte Menschen arbeiten Hand in Hand, damit diese Tour funktioniert und kein einziger Cent der Spenden geht für organisatorische Kosten drauf. Jeder Euro fließt direkt in Projekte für krebskranke Kinder. Unfassbar!

Tag 3: Weiterstadt bis Oggersheim

Der dritte und letzte Tag brachte uns von Weiterstadt über Darmstadt, Bensheim, Bürstadt und Lampertheim nach Oggersheim. Wieder gute 83 Kilometer. Wieder neue Begegnungen. Wieder unglaublich bewegende Momente. Wieder viele Menschen, die uns in den Städten begrüßt und bejubelt haben.

Ich bin die Strecke mit Freunden gefahren – jeder für sein eigenes Unternehmen, aber gemeinsam unterwegs. Diese Gemeinschaft ist unbeschreiblich. Du triffst Menschen, die alle dasselbe Ziel haben: Kindern helfen. Du spürst diese Energie, dieses Miteinander. An jedem Stopp werden wir herzlich empfangen, es gibt Scheckübergaben, emotionale Reden, Dankbarkeit.

fahrer
150 Radfahrer/Innen fahren für den guten Zweck – Foto: ich
auf dem rad 2
Auch am 3. Tag noch fit – Foto: Pierre Johne

Was bleibt

Nach drei Tagen und fast 250 Kilometern bin ich stolz. Stolz darauf, dass ich alle Etappen problemlos fahren konnte. Stolz, Teil dieser unglaublichen Gemeinschaft gewesen zu sein und dankbar für die vielen tollen Menschen, die ich kennenlernen und neben denen ich mitradeln durfte. Darunter u. a. Petra Behle, Felix Magath, Klaus Peter Thaler, Dennis Fetzer oder auch Stephan Leyhe und Jupp Kapellmann.

Was ich bei der Tour der Hoffnung erlebt habe, lässt sich kaum in Worte fassen. Es sind die Geschichten der Familien. Die Tränen. Das Lachen. Die Hoffnung. Die Gewissheit, dass jeder einzelne Euro zählt und dass Wissen, dass wir gemeinsam etwas bewegen können.

Am Ende der Tour 2025 wurde eine unfassbare Spendensumme von 1.273.000 Euro gesammelt. 25 Kinderkliniken, Forschungslabore, Elternvereine und Reha-Einrichtungen werden davon profitieren. Das ist unbeschreiblich und es zeigt: Diese Tour macht einen echten Unterschied.

2026 bin ich wieder dabei!

2026 werde ich definitiv wieder mitfahren. Dann geht es am ersten Tag wieder rund um Gießen und an den Folgetagen rund um Magdeburg und Leipzig. Neue Strecken, neue Begegnungen, aber dasselbe wichtige Ziel.

Falls Sie überlegen, selbst mitzufahren oder zu spenden: Tun Sie es! Jeder Cent hilft. Jede Spende zählt. Jeder Kilometer auf dem Rad macht einen Unterschied. Die Tour der Hoffnung ist mehr als eine Radtour – sie ist ein Zeichen der Solidarität, der Menschlichkeit, der Hoffnung.

Für alle Kinder, die gegen Krebs kämpfen. Für ihre Familien. Für eine Zukunft, in der kein Kind mehr an Krebs sterben muss.


Mehr Informationen zur Tour der Hoffnung gibt es hier:
www.tour-der-hoffnung.de

Ein Beitrag der hessenschau:
(Ab/bei 00:28 Min. sieht man mich winken.)
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/benefiz-radtour-gestartet,video-213814.html

Sie möchten auch spenden?
Jede Spende hilft! 100% der Spenden kommen bis auf den letzten Cent den an Krebs erkrankten Kindern zugute, während die Organisationskosten von Sponsoren getragen werden.

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Über den Autor

Hier schreibt Kim Niclas Stahmer, gelernter Mediengestalter (Digital & Print) und Webdesigner (2x ausgezeichnet mit dem German Web Award) aus Mittelhessen. Seit über 20 Jahren entwickle ich Markenauftritte und WordPress-Websites für Soloselbstständige und KMU – klar, nutzerfreundlich und mit Blick auf Wirkung & Ergebnis. Für ein Ergebnis, das nicht nur hübsch ist, sondern leise verkauft.

Ich verfasse meine Artikel mit Sorgfalt, Bedacht und Praxiserfahrung. 
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